Freitag, 20. April 2007

Französische Kängurus

Vorgestern gab es Känguru in der Mensa. Nicht zum Angucken, sondern zum Essen. Ehrlich gesagt war ich froh, dass ich meinen eigenen Salat mitgebracht hatte (den ich aber dann eigentlich gar nicht essen durfte, denn mitgebrachtes Essen ist verboten). Denn Ostern mit kochenden Italienern war einfach zu heftig gewesen.

Ja, ja, die italienische Küche. Ein Traum, zumindest das, was Lucia, Giorgia und ihr Freund Carlo (aus Madrid angereister Italiener) dort in meiner Küche am „Ostersamstag“ gezaubert haben. Ich betone lediglich, dass es meine Küche war, um zu unterstreichen, dass ich immerhin auch einen (wenn auch sehr kleinen) Beitrag zu diesem Essen geleistet habe. Weil’s einfach so lecker und schön war, Bilder vom Essen und uns Essenden am Ende dieses Eintrags.

Abgesehen von Essen war auch das Osterwochenende an sich sehr angenehm. Sonntag sind wir nach Béziers gefahren, eine kleine Stadt westlich von hier. Die liegt am Canal du Midi und wir später auch. Schön entspannender Tag, denn in Béziers war nicht allzu viel los. Aber eine nette, kleine Stadt mit einer Kirche/Kathedrale auf einem Hügel.
Den Montag haben wir dann am Meer verbracht und ich habe festgestellt, dass Palavas doch gar nicht so schlecht ist. Hätte das Wasser nicht gefühlte -5 Grad gehabt, hätten wir uns vielleicht sogar dazu hinleiten lassen, in die Fluten zu springen.

Dienstag, dem Tag vor der großen Reise nach Deutschland, war dann auch nicht mehr viel angesagt außer – ein relativ großer Act – meine Wäsche aus dem Innenhof holen, die sich mittlerweile mysteriöserweise vermehrt hatte. Dummerweise gehört dieser Innenhof zu mindestens vier Häusern und niemand machte mir auf. Ich hab sogar in den angrenzenden Läden gefragt, ob jemand Zugang zum Hof hat. Ein freundlicher Yoga-Lehrer schließlich erklärte sich bereit, meine Wäsche am nächsten Tag einzusammeln („sans la regarder“) und voilà, immerhin liegt jetzt nur noch die Hälfte unten (das war das Problem mit dem Nicht-Angucken).

Der Flug nach Deutschland und die Fahrt nach Frankfurt verliefen gut, Jens und ich waren schließlich in Bad Homburg in der Jugendherberge. Wirklich ein schöner Ort, wenn auch sehr deutsch. Als kleines Rätsel: welche der angehängten Bilder stammen nicht aus Frankreich? Die Hochzeit, wegen der wir (bzw. ich) nach Deutschland geflogen waren, war auch super. Und Montag, nach einem kurzen Besuch in Mainz (auch toll!), ging’s dann wieder nach Montpellier.
Und seitdem ist nix Aufregendes mehr hier passiert außer dem tollen Wetter, das schon auf den Sommer hoffen (oder ihn fürchten) lässt.

Vielleicht passiert morgen aber was, denn wir gehen reiten in der Camargue, eine Region nicht weit von hier, bekannt für Meer und Pferde (aber nicht bei mir). Das ist ein Ausflug mit der Erasmus-Assoziation und ich bin schon gespannt, wie das ausgehen wird. Schließlich ist mein Bein vom Radsturz grad wieder funktionstüchtig und wenn ich schon zu blöd zum Radfahren bin...
Seid also gespannt auf den nächsten Eintrag.

Vier fleißige Köche (der fünfte macht Fotos):
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italienischer Osterkuchen (beim Enstehen):
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italienischer Osterkuchen (beim Verzieren):
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italienischer Osterkuchen und andere Leckereien (nach unbestimmter Zeit im Backofen):
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Béziers und...?:
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Picknick am Canal du Midi (auch Béziers):
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etwas entnervte Italiener auf der Rückfahrt von Béziers - die Strecke Sète - Nimes ist anscheinend ein Paradies für Selbstmörder. Dieses Mal stand der Zug, weil sich jemand umbringen wollte. Ich glaub, er hat's nicht getan.
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...und wieder ein Strandbild:
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1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

heyo catherine du musst dich mal bei mir melden, ich hab da mal ne wichtige frage!

timo