Ich bin also immer noch in Frankreich. Und da auch froh drüber. Denn je mehr ich sehe, desto besser gefällt es mir hier. Obwohl ich das immer wieder sage.
Dieser Blog-Eintrag wird übrigens aus nicht viel mehr als Bildern bestehen. Erst waren meine Eltern eine Woche zu Besuch, da haben wir uns schon eine Menge angeschaut. Die ganze Touri-Schiene haben wir hinter uns. Und, mal ehrlich. Irgendwie hat man (ich) als Tourist nicht so viel zu erzählen. Aber die Bilder (und die kurzen Erklärungen) sollten für sich sprechen.
Nach dem Eltern-Besuch, zu dem ich mir übrigens frei genommen hatte (denn bei meinem Praktikum hat eh jeder Urlaub), waren Annick und John für vier Tage hier. Da uns die Hitze ja überhaupt nichts ausmacht (nein, nein, vor allem mir nicht), sind wir zweimal in der Mittagssonne wandern gegangen. Dass blauer Himmel war, war zwar super für die Fotos. Aber ich weiß nicht, ob das so gut für unsere Gesundheit war, von wegen körperliche Anstrengung bei Hitze und so… Aber wir haben es alle fröhlich überlebt.
Jaha… Ist eigentlich traurig, dass ich nicht mehr zu berichten weiß. Aber ich glaube, mir fallen die Merkwürdigkeiten hier einfach nicht mehr auf. Hilfe, ich bin selbst halbfranzösisch geworden!!! Nicht drüber nachdenken.
Sondern lieber einfach die Bilder genießen (I LOVE France, nicht, dass es hier ob des Titels dieses Eintrags zu Missverständnissen kommt):
Wir starten mit der Tour de France bzw. den Autos in meiner Straße. Ausnahmezustand in Montpellier. Die Tour kam nicht nur dort an, sondern die Radfahrer (und Tausende von Fernsehteams und sonstiger Anhang) übernachteten dort auch und fuhren am nächsten Morgen von Montpellier aus weiter. So sah meine eigentlich autofreie Straße am Tag der Abfahrt aus:

… sie kommen, sie kommen!! Allerdings nur im Schritttempo, war ja durch die Innenstadt. Ein vorgetäuschter Start sozusagen. Aber was war auch nicht alles Täuschung bei dieser Tour de France…

Und hier sind sie: Mr. Rasmussen noch als Teilnehmer und Träger des gelben Trikots. Jaja, das war was, dieses Jahr (wenn mich wer verbessern will, ich geh mal davon aus, dass das der Rasmussen ist, wenn der n gelbes Trikot trägt?! Erkennen würd ich den sonst nämlich nicht):

Sprung nach Nîmes in die Arenen, in denen früher Menschen und Tiere und heute Stiere gequält wu(e)rden. Auf dieser Bühne standen ein paar Tage später Albert Hammond Jr. (nicht schlecht), die Arctic Monkeys (laaaangweilig, Musik gut, aber die Typen sind einfach zu jung und sprechen nicht mit dem Publikum) und Arcade Fire (so was von abgedreht! Und dann noch vor der Kulisse! Allein dafür hat sich das Konzert gelohnt!). Leider kann ich hier nur die leere Bühne zeigen, da ich es nicht für nötig hielt, zum ersten Mal in meinem Leben eine Kamera mit auf ein Konzert zu nehmen.

Sieh einer mal an, in Montpellier waren wir auch, was für ne Überraschung:


Und in einer Tropfsteinhöhle, genauer gesagt der Grotte de Clamouse, in der Nähe von St. Guilhem le Désert. Die geologisch Interessierten unter den Lesern (ich bin mir sicher, es sind Dutzende!) werden sich darüber freuen, dass ich die Kamera in dieser Höhle fröhlich bediente. Es mag mancher sagen, die Bilder sind alle gleich. Aber ich habe schon viele aussortiert!





In dieser Umgebung lag die Grotte, das sind die Gorges de l’Hérault. Nach diesem Fluss ist auch das Département benannt, dessen Hauptstadt Montpellier ist.




Tja, und meine Eltern wollten auch gern St. Guilhem le Désert sehen. Hier ein paar Eindrücke:



Mein Vater und ich in Aigues Mortes, einem Dorf (Stadt?), das in der Camargue liegt. Man beachte die Stadtmauer.

Auf eben dieser Mauer musste ich nämlich unbedingt die Sonnencreme aus meinem Rucksack kramen. Natürlich fielen mir dabei Teile des Rucksackinhalts von der Mauer. Ich dachte, ich würde zum zweiten Mal meine Sonnenbrille verlieren, aber nach einer Schrecksekunde fiel mir auf, dass die Sonnenbrillenhülle ohne Inhalt in die Tiefen gestürzt war und ich die Brille auf der Nase hatte.
Ganz schön tief ging’s da runter.

Glücklicherweise fiel die Sonnenbrillenhülle aber nicht nur auf ein Autodach (ich habe darauf verzichtet, später nach Dellen vom Auto zu suchen, wir sind schließlich in Südfrankreich), sondern auch neben einen sportlichen Franzosen, der sie doch tatsächlich wieder hochwarf. Ich weiß nicht, wie so etwas technisch möglich ist. Auch mein Vater staunte und guckt ungläubig in die Tiefe.

Rund um Aigues Mortes sind auch wieder Étangs, das Besondere hier ist aber, dass sie rosa sind. Das kommt vom Salz, wurde mir erklärt (obwohl ich mir da grad nicht mehr ganz so sicher bin). Und deshalb sind die Flamingos dort auch rosa. Ein Versuch, die Flamingos zu fotografieren, scheiterte. Wir befanden uns nämlich im Bus und die Vögel waren unverschämt weit weg.

Und hier die Stadt mit dem Étang:

Der Hafen von Aigues Mortes (ist das nicht künstlerisch fotografiert??):

Natürlich haben wir auch eine Bootsfahrt durch die “Petite Camargue” gemacht und für die Touristen dürfen die “Stierboys” (meine Ableitung von Cowboys, aber, hey, ist doch eigentlich das Gleiche, fällt mir grad auf) nicht fehlen. Die Stiere hier werden allerdings nicht grausam zu Tode gequält wie beispielsweise in den Arenen von Nîmes (wenn Arcade Fire gerade nicht spielen).

Hier gibt’s auch Stierkämpfe, aber – wenn ich das denn richtig verstanden habe – in etwas abgeschwächterer Version. So ohne Töten und so. Die Arenen von Arles:

Und das Rathaus dort:


Schöne Häuser gibt’s da auch:

Und – quelle surprise – ich war auch dort!

Am Tag, als meine Eltern wieder gen Heimat flogen, kamen Annick und John. Hier sind wir bei der Weinprobe, die praktischerweise im Sommer jeden Freitagabend in Montpellier ist. Und, ja, man kann für 3 Euro ganz schön viel trinken, wenn einen die Winzer mögen. (Das musste ich gestern am eigenen Leibe erfahren und ich merke es immer noch)

Weil die Umgebung um St. Guilhem le Désert so schön ist, waren wir dort wandern:



Ist doch toll für alle Leser, langsam kennt Ihr Euch sicherlich schon in der Umgebung hier aus. Na, wo ist das?


Noch n Tipp gefällig?

Genau, diese komischen Boote mit den Männern, die sich ins Wasser schmeißen, das ist Sète!

Das hier ist wieder etwas im Landesinneren, aber gleich in der Nähe von Montpellier. Wir (Annick, John, ich, Nicolas) besteigen den Pic St. Loup. Immerhin ganze 650 Meter hoch, der gute Berg (Hügel?).

Wir lernten interessante Dinge auf dieser Wanderung.

Sahen zum Beispiel Zikaden, von denen sich eine leider in mein T-Shirt verirrte, was ich den Viechern immer noch übel nehme.

Je höher wir kamen, desto schöner wurde die Aussicht:



Tja, und that’s it. Ich war Donnerstag auch noch in den Pyrenäen. Aber so toll und beeindruckend (und weit weg! Laaange Autofahrt) es dort auch war, die Bilder werden sich vermutlich nicht so sehr von diesen hier unterscheiden. Vielleicht stell ich sie noch mal hier rein. Vielleicht auch nicht. Wir werden sehen…
2 Kommentare:
Na toll, warum ist die Weinprobe auch ausgerechnet an einem Freitagabend...der einzige Abend, an dem ich NICHT in Montpellier sein werde...:-(
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