Ich bin gespannt, was diese Woche auf mich zu kommt.
So viel werde ich diese Woche allerdings nicht zur Uni gehen, denn ich habe Besuch. Seit gestern ist Jens da und morgen kommen meine Eltern für zwei Tage.
Und a propos Besuch, Samstag, als ich gerade mit Lucia und Giorga in Avignon war und versuchte, Italienisch zu lernen (aber nur Wörter, in denen man das R nicht rollen muss, das kann ich ja nicht), riefen mich Rieke und Onno an. Die kamen dann spontan aus ihrem Feriendomizil (was für ein blödes Wort) Samstagabend vorbei. Und verbrachten zwei Stunden allein in Montpellier. Denn ich saß auf dem Rückweg aus Avignon in Nimes fest. Es gibt nämlich auch hier Selbstmörder, die sich vor den Zug schmeißen. Es ging gar nichts mehr, wir standen ewig lange im Zug rum und ich wurde von französischen Jugendlichen angepöbelt, ob ich Amerikanerin sei. Schließlich gab’s dann Busse nach Montpellier.
Mit Rieke und Onno hab ich dann am Sonntag zum ersten Mal ziemlich viel in Montpellier gesehen und bin noch einmal bestärkt worden in meiner Meinung, dass es wirklich eine total schöne Stadt ist.
Und in Avignon war es auch super. Abgesehen vom Wind, der dort ununterbrochen weht. Aber wusstet Ihr, dass ab 1309 in Avignon ca. 100 Jahre neun Päpste residiert haben (naja, eigentlich 7 „richtige“ und 2 Gegenpäpste)? Das mussten sie auch mit einem riesigen Palast unterstreichen. Unglaublich, was die da in hundert Jahren gebaut haben mit allen Anbauten und so. Und wie die damals gefroren haben müssen!! Wir jedenfalls haben es getan.
Wir haben nicht auf der Brücke von Avignon getanzt, weil wir sonst in die Rhône geweht worden wären. Und weil die Brücke gar nicht so schön ist, aber immerhin aus dem 13. Jahrhundert und nur noch zur Hälfte erhalten.
Gut, das war dann jetzt auch schon wieder der Eintrag. Wenn ich ab nächster Woche Ferien habe, mach ich ganz viele Fotos von allen Ausflügen und stell sie hier rein, um Euch neidisch zu machen. Mal schaun, wo’s uns hin verschlägt.
Und hier noch ein paar Bilder:
Der Palast der Päpste in Avignon aus verschiedenen (zwei) Perspektiven:


Die ham sich das richtig was kosten lassen, so große Räume (bzw. Kapellen) waren keine Ausnahme:

und mindestens zwei Innenhöfe gab's auch:

Giorga und ich interessiert am Wasserspeierangucken (erst sollte es nur ein Fake sein, dann haben wir da oben wirklich was entdeckt):

Zwar tanzten Lucia und Giorga nicht auf der Brücke, aber immerhin auf der Terrasse des Palasts:

Da war's übrigens total windig (wie überall in Avignon):

Und man sah die Rhone und Avignon von oben:

So sieht die berühmte (?) Brücke von oben aus (ja, sie ist nur noch halb erhalten!):

Und so von der unteren "Etage":

Und so vom ins Wasser ragenden Ende (im Hintergrund übrigens - wer hätte das gedacht? - der Papstpalast):

ABER was ist schon der Papstpalast: Die älteste noch in "Betrieb stehende" Medizinfakultät Europas steht wo? Genau - in Montpellier:

Rieke auf dem Markt (leckeres Gemüse!):

Und Rieke, Onno und ich in Montpellier:






























